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KnapsackSPIEGEL Ausgabe 10/11-2016

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Das Magazin für Mitarbeiter des Chemieparks Knapsack

Chemiepark Knapsack

Chemiepark Knapsack Erfolgreiche deutsch-chinesische Zusammenarbeit Win-Win-Situation für gemeinsame Entwicklung Chinas führendes Utility-Unternehmen Beijing Enterprises ist neuer Gesellschafter der EEW Energy from Waste GmbH. Ü ber ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen, seitdem Anfang März der Verkauf der EEW Energy from Waste GmbH vom schwedischen Finanzinvestor EQT an den chinesischen Energie- und Wasserversorger Beijing Enterprises Holdings Limited (BEHL) vollzogen wurde. Den Verkaufsprozess beschreibt Bernard Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung EEW Energy from Waste GmbH, als extrem spannend. „Die EEW-Gruppe, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als führende Marktteilnehmerin über eine herausragende Branchenexpertise verfügt, war für viele Investoren von höchstem Interesse. Den Zuschlag hat aber nicht das Unternehmen mit dem höchsten Gebot erhalten, sondern BEHL“, erläutert Bernard Kemper. „Der Verkaufsprozess war ein Wettbewerb, bei dem sich BEHL mit dem besten Zukunftskonzept durchgesetzt hat. Nicht allein wegen des Preises, sondern gerade und auch wegen des Gedankens einer langfristigen Partnerschaft“, so der EEW-Chef. Der chinesische Mischkonzern Beijing Enterprises ist hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Erdgas, Abwasserreinigung und Wasseraufbereitung sowie Abfallverwertung aktiv. Hinter dem Erwerb von EEW, so Bernard Kemper, habe deshalb ganz klar gestanden, das Know-how im Bereich der energetischen Abfallverwertung auf dem heimischen wie dem asiatischen Markt zu erweitern. Beweggründe, die in China angesichts der immensen Herausforderungen in Sachen Umweltschutz und ressourcenschonender Energiegewinnung auf der Hand lägen. Der Mischkonzern Beijing Enterprises beschäftigt weltweit etwa 110.000 Mitarbeiter. In China betreibt BEHL insgesamt 17 Anlagen zur thermischen Abfallbehandlung, 13 Energy-from- Waste-Anlagen sowie vier Sonderabfallbehandlungsanlagen zur Beseitigung gefährlicher Abfälle. Der Konzern ist damit zehntgrößter Marktteilnehmer im Reich der Mitte. Innerhalb der BEHL-Familie wird EEW als eigenständige © Bundesregierung Unterzeichnungszeremonie im Rahmen der 4. deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in der Großen Halle des Volkes, links von hinten nach vorne: Bernard Kemper (EEW Energy from Waste GmbH), Jochem Heizmann (VW), Hubert Lienhard (Voith) und Jens Assheuer (WindMW GmbH). Im Hintergrund Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Li Keqiang. 6 KnapsackSpiegel 10.|11.2016

Chemiepark Knapsack Marke erhalten bleiben. Dies sei ebenso Konsens wie das klare Bekenntnis zu Helmstedt als Firmensitz und Zentrale der internationalen EEW-Gruppe, ergänzt Bernard Kemper und sagt weiter: „Fest steht aber auch, dass die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens Präsenz auch dort verlangt, wo Kunden und Stakeholder ihren Sitz haben. Daher planen wir, dass EEW in Zukunft mit jeweils einem eigenen Büro in Peking und Hongkong vertreten sein wird.“ BEHL selbst verbindet mit der Übernahme der EEW- Gruppe die Chance, seine Vision eines grünen Wachstums weiterzuentwickeln und proaktiv in Übersee-Märkte zu expandieren. Eine wichtige Bedeutung dabei haben in den Augen von BEHL die reichhaltigen Erfahrungen der EEW-Gruppe bei der Entwicklung und dem Betrieb von Energy-from-Waste- Anlagen. Dieses Know-how könne im chinesischen Markt dazu beitragen, Standards beim Umweltschutz und bei der Behandlung fester Siedlungsabfälle zu verbessern sowie ein weiteres Wachstum des Anlagenparks in China zu forcieren. Bereits kurz nach der Übernahme von EEW hatte Beijing Enterprises bekannt gegeben, zu einem späteren Zeitpunkt Teile von EEW weiterverkaufen zu wollen, um weiteres Kapital zu generieren. Vorraussetzung sei jedoch, dass BEHL größter Einzelgesellschafter bleibe. Mit dem Silk Road Fund war dieser strategische Investor gefunden. Im Juni dieses Jahres konnte Bernard Kemper als Teil einer Wirtschaftsdelegation nach China reisen. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Premierministers Li Keqiang unterzeichnete er eine Absichtserklärung des Silk Road Funds, sich neben BEHL an EEW zu beteiligen. Für EEW-Chef Bernard Kemper ein Glücksfall: „Durch die Beteiligung von Silk Road erhalten wir für unsere weitere Entwicklung Unterstützung von höchster politischer Ebene sowie Zutritt zu weiteren Märkten.“ EEW will weiteres Wachstum in Deutschland, auf dem europäischen und auch dem südostasiatischen Markt. Dirk Böhme, Standortchef der EEW im Chemiepark Knapsack, sieht daher auch vor dem Hintergrund seiner bisherigen Kontakte mit dem Management der BEHL die Entwicklung sehr positiv: „Wer davon ausgeht, dass unsere chinesischen Partner nur auf unser Know-how aus sind, liegt eindeutig falsch. Es ist vielmehr ein Geben und Nehmen. Das haben die vielfältigen Besuche der chinesischen Delegationen auch in Knapsack gezeigt. Die sich aus dem Know-how beider Unternehmen ergebenden Synergien werden die technologische Vorreiterrolle der EEW und auch von BEHL weiter ausbauen. Ich bin gespannt und freue mich daher auf die sich immer mehr intensivierende Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern.“ EEW Energy from Waste Traditionsveranstaltung im Chemiepark Knapsack Safety Day 2016 bei Bayer CropScience Erneuter Teilnehmerrekord beim Safety Day in Knapsack: Mit rund 400 Besuchern konnte die Anzahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um etwa 100 gesteigert werden. A ber nicht nur Bayer-Mitarbeiter, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter von Partnerfirmen waren eingeladen und nahmen an dem Sicherheitstag teil. Alle Aktivitäten waren in die Standortaktion „3P – sicher in Knapsack“ und sicher im Team“ eingebettet. „Diese große Resonanz auf unsere Angebote drückt den Stellenwert und das Interesse der Beschäftigten an Sicherheit aus. Wir alle stehen zu 100 Prozent hinter dem Sicherheitsgedanken von Bayer und arbeiten weiter an Verbesserungen sowie innovativen Konzepten“, sagte Standortleiter Bernd Nowack, der ein weiteres Zeichen setzte, indem er den Safety Day im Chemikalienschutzanzug eröffnete. Dabei war „Sicherheit“ an diesem Tag weithin sichtbar: Ein großer mit Helium gefüllter Ballon mit Bayer-Logo schwebte über dem Festgelände und machte den Safety-Day- Platz vor dem Gebäude 2702 zur „Sicherheitszentrale“. Welche Gefahren eine Autofahrt bei schlechter Sicht, in alkoholisiertem Zustand oder bei rutschigem Fahrbahnuntergrund birgt, erlebten die Gäste in einem Fahrsimulator. Ein Volltreffer für die Sicherheit: Bei technischen Demonstrationen zur Verfahrens- und Anlagensicherheit erhielten die Interessierten wichtige Tipps zum Umgang mit elektrischem Strom sowie zum mechanischen EX-Schutz an Armaturen und Kreiselpumpen. Neuheit: Die beiden hölzernen Figuren Knix und Knax brachten korrektes ergonomisches Arbeiten in eindrücklichen Posen näher. Die Kurzvorträge zu „Stress“ und „Gesunder Schlaf“ stießen ebenfalls auf her- KnapsackSpiegel 10.|11.2016 7

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