Aufrufe
vor 3 Monaten

KnapsackSPIEGEL Spezial 02-2021

  • Text
  • Media
  • Tafel
  • Eew
  • Malwettbewerb
  • Rwe
  • Bimschv
  • Buchaly
  • Baumgarten
  • Industriedrohnen
  • Ihk
  • Akademie
  • Vinnolit
  • Knapsack
  • Basf
  • Ausbildung
  • Yncoris
  • Chemiepark
  • Knapsack
Informationen für Nachbarn und Besucher des Chemieparks Knapsack

02

02 Fortsetzung von Seite 1 Azubis bei YNCORIS haben noch viel mehr zu erzählen. Die ausführlichen Interviews und eine Liste der Ausbildungsberufe gibt es hier: Oder folge ihnen auf Instagram, Facebook und YouTube: #YAzubis. NICOLA BECKER – „ARBEITEN MIT DEN JUNGS IST ECHT ENTSPANNT“ ANNA BECK – GROSS GENUG, ABER NICHT ZU GROSS MARKUS GILLNER – VOM AZUBI ZUM TEAMLEITER NIEDERRHEINWERKE Nicola Becker seht kurz vor ihrem Abschluss als Elektronikerin für Automatisierungstechnik. Sie sagt: „Bei YNCORIS kann man in sehr viele Abteilungen hineinschnuppern und herausfinden, welche Tätigkeiten am meisten Spaß machen. Die Ausbildungsabteilung setzt sich für uns Azubis ein und macht sehr viele Wünsche möglich. Auch die schulischen Parts an der REA haben nicht umsonst einen sehr guten Ruf.“ Und das ist erst der Anfang … Anna Beck ist seit 2018 nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau und dem parallelen Betriebswirtschafts-Studium in der Personalabteilung als Personalreferentin tätig. Sie berät Führungskräfte und hat bereits dutzende Mitarbeiter*innen eingestellt. Ihr ist unter anderem der Zusammenhalt zwischen den Auszubildenden in Erinnerung geblieben: „YNCORIS-Azubis gehen im ersten Jahr für drei Tage auf Ausbildungsfahrt. Das ist ein super Anfang, um zusammenzuwachsen und Freunde zu finden.“ Markus Gillner hat seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei YNCORIS bereits 2012 beendet und sich im Anschluss weitergebildet. Seit März leitet er das Team Niederrheinwerke. Er schätzt an YNCORIS das interessante Arbeiten. „Die Vorgesetzten, die ich kenne, sind alle sehr nahbar und offen für Ideen. Das gilt auch für die Themen, die kontrovers diskutiert werden. YNCORIS entwickelt sich ständig weiter. Es macht Spaß, an dieser Entwicklung mitzuwirken.“ COPTER IM CHEMIEPARK KNAPSACK Industriedrohnen im Einsatz für mehr Sicherheit und Effizienz I ndustrieroboter sind aus einer modernen Produktion nicht mehr wegzudenken. Industriedrohnen sind auf dem besten Weg, ebenso unersetzlich zu werden. Coptereinsätze im Chemiepark Knapsack sorgen für mehr Sicherheit und präziser Dokumentation der Anlagen wie es bislang nicht denkbar war. D rohne als Überbegriff umfasst alle unbenannten Luftfahrzeuge, ferngesteuert oder per Onboard-Computer. Zur Sichtung der Anlagen aus der Luft kommen im Chemiepark Knapsack Quadrocopter zum Einsatz. Sie werden von vier Rotoren betrieben, vier Motoren plus Propellern, und sind vergleichbar mit kleinen Hubschraubern: Sie balancieren durch die Bewegung der Propellermesser. BETRIEBLICHE ÜBUNGEN IM CHEMIEPARK KNAPSACK 2021 Übung OS-Anlage: 29.07 Sirenentest CPK: 09.09. (Beteiligung des Chemieparks am landesweiten Warntag) Quadrocopter liefern Live-Bilder und Bilddokumentationen in 4K-Auflösung, wo sonst nur schwer Einsicht zu gewinnen ist und auch Seilkameras versagen. Ein Beispiel: Der Zustand von Rohrleitungen im Chemiepark aus fußläufiger Sicht ist nicht unbedingt derselbe wie von oben betrachtet. Durch das Abfliegen der Rohrleitungen mit den Quadrocoptern können Materialveränderungen wie Korrosionen frühzeitig erkannt und Leckagen verhindert werden. COPTER ALS SPEZIALAGENTEN Die Inspektion von Kühltürmen und -becken übernehmen Tauchroboter. Sie können bis zu 100 Metern in die Tiefe gehen. Ausgestattet mit jeweils zwei Scheinwerfern und sechs Motoren liefern sie, wie ihre luftigen Kollegen, 360-Grad-Ansichten in 4K-Bildauflösung, Live sowie zur Dokumentation und späteren Analyse. Beim Einsatz der Flug- und Tauchdrohnen steht ein Wartungsingenieur mit separatem Bildschirm stets neben dem Drohnenpiloten. Der Wartungsingenieur erteilt Anweisungen, welche Stellen anvisiert werden sollen, um weitere Detailinformationen zu gewinnen. Exakt dieselben Stellen können in einem bestimmten Zeitfenster wieder kontrolliert werden, um Verschleiß- oder Alterungserscheinungen von Materialien präzise zu erfassen. Diese Präzision konnte durch zuvor von Menschen durchgeführten Inspektionsarbeiten nicht erreicht werden. TIPPS FÜR HOBBYFLIEGER Vor allem waren diese Arbeiten zwar wichtig, aber bargen durchaus ein gewisses Risikopotenzial. Drohnen – Technik im Dienst des Menschen! Hilfreich für Hobbyflieger, um beim Steuern der Drohne nicht versehentlich in Flugverbotszonen zu geraten, ist die kostenlose App Droniq der Deutschen Flugsicherung DFS. Gemäß Luftverkehrsgesetz ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Für Hobbyflieger empfiehlt sich eine Privathaftpflichtversicherungen mit Drohnenschutz. Seit Mai muss sich jeder Drohnenpilot beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren, sofern seine Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist. Dies erfolgt online beim Luftfahrt-Bundesamt, LBA. Der Drohnenpilot erhält eine Nummer, eine sogenannte e-ID; sie ist auf der Drohne anzubringen. Nach neuer europäischer Drohnenverordnung müssen Hersteller künftig Drohnen einheitlich klassifizieren. Für einige Klassen ergeben sich dann verschärfte Auflagen, unter anderem die Pflicht einen Kompetenznachweis, den sogenannten kleinen EU-Drohnenführerschein, zu erbringen. Drohnenführerschein leicht gemacht Noch ist diese Einteilungspflicht nicht im Handel angekommen. Daher gibt es eine Übergangsregelung bis Ende 2022: Alte Bestandsdrohnen bis 499 Gramm können bis Ende 2022 ohne Drohnenführerschein geflogen werden. Doch worauf warten: Der Drohnenführerschein kann online kostenlos beim Luftfahrt-Bundesamt erworben werden. Das Training ist beliebig oft wiederholbar. Alle Angabe nach aktuellem Stand und ohne Gewähr, bitte informieren Sie sich beispielsweise unter www.lba-openuav.de/einstieg Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Alarmierung auch außerhalb des Chemieparks zu hören ist. Es werden gegebenenfalls jeweils entsprechende Alarmtöne und Lautsprecherdurchsagen zu hören sein. Nach wenigen Minuten ist die Übung beendet! Es handelt sich dabei nur um eine Übung! Es besteht keine Gefahr für die Nachbarschaft. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

ERÖFFNUNG Corona-Bürgertestzentrum in Hürth-Knapsack Z um 06. April 2021 hat auf dem Gelände des Nachtigallenhofs (zwischen AVEX Tankstelle und Tennisclub Knapsack), Industriestraße 50354 Hürth, ein Corona-Bürgertestzentrum geöffnet. In der Bekämpfung der Pandemie sind Tests ein wichtiger Baustein, um unser höchstes Gut – unsere Gesundheit – zu schützen. Die YNCORIS hat sich daher in Abstimmung mit den Standortunternehmen dazu entschieden, ein Testzentrum für Bürgerinnen und Bürger unmittelbar vor den Toren des Chemieparks errichten zu lassen, das durch die Dres. Thiruchittampalam + Brünsing Corona Response GBR in Zusammenarbeit mit BEST Corona Solutions GmbH betrieben wird. Gemäß der Corona-Testverordnung kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger mindestens einmal wöchentlich mittels eines medizinischen Schnelltests kostenlos testen lassen. Dieses Angebot steht selbstverständlich auch den Beschäftigten des Chemieparks Knapsack zur Verfügung. Tägliche Öffnungszeiten des Testzentrums sind Montag, Mittwoch und Freitag von 6:00 bis 18:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr. Eine Terminreservierung ist grundsätzlich nicht erforderlich. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an BEST Corona Solutions GmbH unter www.bestcoronasolutions.de/Kontakt/ „GROSSE HERAUSFORDERUNG“ Neuer Betriebsleiter im neu formierten PSM-Bereich der BASF im Chemiepark Knapsack D er 42-Jährige Dr.-Ing. Carsten Buchaly ist seit 1. Oktober 2020 neuer Leiter der MPE-Produktion am BASF-Standort im Chemiepark Knapsack. Innerhalb eines halben Jahres musste der dreifache Vater neben der schnellen wie intensiven Einarbeitung durch seinen Betriebsvorgänger Dr. Willy Reißel die Weichen für komplett neue Strukturen stellen. Denn seit dem 1. April 2021 stellt sich der Standort in Knapsack, der durch BASF im Jahr 2018 in Teilen (PSM-3, -4 und -5) von Mitbewerber Bayer übernommen wurde, neu auf: Um sich künftig auf die Anlagen PSM-4 und PSM-5 zu konzentrieren, werden diese nun zusammengeführt und reorganisiert. Die Pflanzenschutzmittel-Anlage PSM-3 wird zurückgebaut. Zusätzlich ist der verstärkte Identifikationsprozess mit BASF weiterhin ein wichtiges Thema. Der Konzern aus dem pfälzischen Ludwigshafen hatte im Jahr 2018 Teile der Agrarsparte der Bayer AG gekauft, die die Rheinländer nach dem Erwerb des US-Riesen Monsanto aus kartellrechtlichen Gründen abstoßen mussten. BASF stellt im Chemiepark Knapsack ein Vorprodukt für ein Herbizid her. In Knapsack befindet sich die weltweit einzige Produktionsstätte des Herstellers für die phosphor-organische Verbindung Methan-phosphonsäure-n-butylester (MPE), die als Vorstufe zum Wirkstoff Glufosinat Ammonium der BASF dient. Der aus Dorsten im nördlichen Ruhrgebiet stammende Buchaly studierte Chemietechnik und Chemieingenieurwesen in Dortmund. 2008 startete er seine berufliche Karriere im Bayer-Konzern, wo er zuletzt am größten Nordamerika-Standort des Spezialchemiekonzerns Evonik eine Produktionsanlage von Bayer in verantwortlicher Funktion als Start-up Manager und Betriebsleiter betreute. Nachdem er noch den Verkauf der Anlagen vor Ort mitbegleitet hatte, wechselte er im Zuge der Akquisition in die BASF. „Ich habe die knapp viereinhalb Jahre in den USA als große Gastfreundschaft und sehr intensive Zeit erlebt. Dies versuche ich mit der positiven Attitüde weiterzugeben, wie zum Beispiel das Team gerade in dieser Phase der Veränderungen gut zu begleiten. Dazu zählt aber auch, dass wir uns organisatorisch an den Entwicklungen im Markt und im gesamten Unternehmen orientieren. Wir sind Teil eines großen Konzerns und vom Stammsitz in Ludwigshafen rund 250 km entfernt, da ist es wichtig, die Unternehmenskultur gut zu verankern“, so Buchaly, der die große Selbstständigkeit am Standort, die mit einer hohen Managementkreativität und Verantwortung einhergeht, zu schätzen weiß: „Das ist eine neue große Herausforderung und macht sehr viel Spaß!“ VERÖFFENTLICHUNGSPFLICHTEN gemäß § 23 der 17. BImSchV für die Rückstandsverbrennungsanlagen der Vinnolit GmbH & Co. KG im Chemiepark Knapsack Kontinuierliche Messungen Grenzwerte D ie Vinnolit GmbH & Co. KG betreibt im Chemiepark Knapsack zwei Rückstandsverbrennungsanlagen (RVA) für flüssige Abfälle und Abgase. Die RVAs fallen in den Anwendungsbereich der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen – 17. BlmSchV). Zur umweltverträglichen und schadlosen Entsorgung flüssiger Abfälle und Abgase in den RVAs sind Emissionsbegrenzungen im Abgas der Verbrennung für unterschiedliche Beurteilungszeiträume als Halbstundenmittelwerte, Tagesmittelwerte oder Jahresmittelwerte festgelegt. Die Abgase werden über jeweils einen Abgaskamin emittiert. In der 17. BlmSchV sind die erforderlichen kontinuierlichen und diskontinuierlichen Emissionsmessungen zur Überwachung der Emissionsbegrenzungen sowie der Verbrennungsbedingungen festgelegt. Die kontinuierlich zu überwachenden Emissionen und die Verbrennungsbedingungen werden durch kalibrierte Messgeräte ermittelt, an einen Auswerterechner übertragen und dort gespeichert. Dieser Rechner vergleicht die gemessenen Werte mit den festgelegten Emissionsbegrenzungen und erstellt einen täglichen Bericht. Darüber hinaus werden die Daten täglich automatisch an die zuständige Überwachungsbehörde mittels Emissionsfernüberwachung (EFÜ) übertragen. Die Überwachungsbehörde kann jederzeit die aktuellen Emissionsdaten einsehen. Neben den kontinuierlichen Emissionsmessungen im Verbrennungsabgas werden jährlich Einzelmessungen (diskontinuierliche Messungen) durch ein behördlich zugelassenes Messinstitut durchgeführt. Gemäß § 23 der 17. BlmSchV besteht die Verpflichtung, die Ergebnisse der kontinuierlichen Emissionsmessungen und der Einzelmessungen jährlich wiederkehrend zu veröffentlichen. Die Ergebnisse der Emissionsmessungen für das Jahr 2020 sind in der weiter unten aufgeführten Tabelle dargestellt. Infolge von Anfahr- und Abfahrvorgängen, Störungen und Schwankungen im Abgassystem der angeschlossenen Produktionsanlagen und bei der Aufgabe von flüssigen Abfällen kam es für das Berichtsjahr 2020 zu vereinzelten und kurzfristigen Überschreitungen der festgelegten Emissionsbegrenzungen. Betriebliche Korrekturmaßnahmen wurden jeweils unverzüglich eingeleitet und die zuständige Überwachungsbehörde informiert. Diese vereinzelten und kurzzeitigen Überschreitungen stellten zu keiner Zeit eine Gefahr oder Beeinträchtigung für Mensch und Umwelt dar. Die Emissionsstatistik zeigt, dass die festgelegten Emissionsbegrenzungen im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sicher eingehalten beziehungsweise deutlich unterschritten wurden. Die festgelegten Verbrennungsbedingungen wurden sicher eingehalten. Die Vinnolit GmbH & Co. KG beteiligt sich am Responsible-Care-Programm der chemischen Industrie zur kontinuierlichen Verbesserung von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz und unterstützt VinylPlus, die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Industrie zur nachhaltigen Entwicklung. www.vinylplus.eu RVA 0437 Messwerte 2020 RVA 1447 Messwerte 2020 Komponenten Halbstundenmittelwert Tagesmittelwert Jahresmittelwerte Jahresmittelwerte Gesamtstaub 20 mg / m 3 10 mg / m 3 0,91 mg / m 3 1,29 mg / m 3 Org. Kohlenstoff (C ges ) 20 mg / m 3 10 mg / m 3 0,19 mg / m 3 0,06 mg / m 3 Chlorwasserstoff (HCI) 60 mg / m 3 10 mg / m 3 3,70 mg / m 3 3,96 mg / m 3 Stickstoffdioxid (NO x ) 400 mg / m 3 200 mg / m 3 16,91 mg / m 3 30,87 mg / m 3 Schwefeldioxid (SO 2 ) 200 mg / m 3 50 mg / m 3 3,60 mg / m 3 2,56 mg / m 3 Kohlenmonoxid (CO) 100 mg / m 3 50 mg / m 3 0,08 mg / m 3 2,05 mg / m 3 Diskontinuierliche Messungen Grenzwerte RVA 0437 Messwerte 2020 RVA 1447 Messwerte 2020 Komponenten Mittelwerte Mittelwerte Fluorwasserstoff 4 mg / m 3 0,1 mg / m 3 0,1 mg / m 3 Summe Cadmium und Thallium* 0,05 mg / m 3

KnapsackSPIEGEL

Copyright 2016 Chemiepark Knapsack – Impressum