Aufrufe
vor 4 Jahren

KnapsackSPIEGEL Spezial 04-2017

  • Text
  • Nova
  • Chemcologne
  • Upm
  • Bayer
  • Knapsack
  • Chemiepark
  • Infraserv
  • Ausbildung
  • Cabb
  • Praxair
  • Mitarbeiter
  • Kommunikation
Informationen für Nachbarn und Besucher des Chemieparks

02 Der Werkleiter als

02 Der Werkleiter als Arzt verkleidet? Warum denn nicht? „TEAM KNAPSACK. EIN ZIEL: HÖCHSTE SICHERHEIT“ Bayer verkündet neues Jahresmotto beim Bayer Safety Day Erfolgreicher „Chef auf Zeit“: Seyer Dawlatzai (Mitte) mit Thomas Happich (links) und Daniel Wauben (ChemCologne) EINE TOLLE ERFAHRUNG D er 17-jährige Seyer Dawlatzai, angehender Abiturient aus Straelen, übernahm am 23. Oktober im Rahmen der Aktion „Meine Position ist Spitze“ der Branchen-Initiative ChemCologne für einen Tag den Chefsessel von Thomas Happich, Leiter Anlagen-Service und -Technik bei InfraServ Knapsack. Und so begann der erste Tag seiner Herbstferien eher ungewöhnlich, nämlich bereits um 7:30 Uhr mit der Einkleidung im Chemiepark Knapsack. Als „Stellvertreter“ von Thomas Happich stand Seyer Dawlatzai an diesem Morgen vor der Herausforderung, die mehr als 400 Mitarbeiter in „seinem“ Bereich zu steuern und Kontakt zu den Führungskräften zu halten. Dabei lernte er zunächst die kaufmännische Steuerung der Geschäftseinheit kennen, bevor er die Werkstätten der Infraserv Knapsack in Augenschein nahm. Neben weiteren Abteilungen des Unternehmens besichtigte Seyer Dawlatzai dann noch die Werkstatt für Prozessanalysentechnik, wo er gemeinsam mit den Kollegen über ein Projektangebot entscheiden durfte. „DAS HAT HEUTE SUPER GEPASST“ Für seinen „Stellvertreter“, der nach dem erfolgreichen Abschluss seines Abiturs Wirtschaft in London studieren möchte, fand Thomas Happich lobende Worte: „Seyer hat das richtig klasse gemacht. In der Stellenbeschreibung haben wir damals geschrieben, dass der Kandidat neben einer gewissen Technikbegeisterung auch Spaß am Umgang mit Menschen und gute Kommunikationsfähigkeiten mitbringen sollte – das hat heute super gepasst. Seyer ist mit offenen Augen und Ohren durch den Tag gegangen, hat viele Fragen gestellt und war ständig im Dialog mit den Kollegen.“ Zum Abschluss des Tages überreichte Daniel Wauben, Geschäftsführer von ChemCologne, dem „Chef auf Zeit“ noch eine Urkunde. Neben dieser hatte Seyer am Ende des Tages viele neue Erfahrungen im Gepäck – und die Erkenntnis, dass die Bewerbung bei der Aktion „Meine Position ist Spitze“ sich mehr als gelohnt hat: „Es ist etwas ganz anderes, ob man sich auf der Webseite informiert oder einen solchen Tag erlebt und dabei erfährt, wie ein Unternehmen wirklich tickt – die Leute waren nett, hilfsbereit und haben total offen meine Fragen beantwortet. Eine tolle Erfahrung!“ D er Werkleiter als Arzt verkleidet? In weißem Kittel mit Stethoskop und Notfallkoffer ausgestattet? Warum denn nicht: „Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Die Unversehrtheit ist auch ein Ergebnis bester Sicherheitsarbeit. Um diese zu erreichen, müssen wir im Team zusammenarbeiten“, sagte Bernd Nowack, Standortleiter von Crop Science in Knapsack zum Auftakt des Safety Days. Die Begrüßungsworte von Nowack passten optimal zum neuen Jahresposter des Standorts. Motto: „Team Knapsack. Ein Ziel: Höchste Sicherheit.“ Das neue Jahresmotto ist in die Standortaktion „3P – Sicher in Knapsack“ und „Sicher im Team“ eingebettet. Es wird traditionell beim Safety Day verkündet. Pro Quartal machen ab sofort jeweils drei Poster unter der Überschrift „Kommunikation“ auf das sichere Arbeiten und den notwendigen Dialog aufmerksam. Auch Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply der Division Crop Science, machte sich ein Bild von den zahlreichen Aktivitäten und zeigte sich vom Engagement der Beschäftigten beeindruckt. Im 20 Meter langen ARBEITSSICHERHEIT GEHT VOR! Ein Ziel, das von Vorgesetzten wie Mitarbeitern der Papierfabrik UPM Hürth ständiges Engagement verlangt: „Null Unfälle“ S eit 2012 gilt bei UPM Hürth wie in allen anderen Produktionsstätten im UPM-Konzern: Arbeitssicherheit ist stets der wichtigste Maßstab bei allen Arbeiten, egal ob es sich um die Umsetzung großer Projekte oder um den ganz normalen Arbeitsalltag handelt. Unsichere Handlungsweisen oder unsichere Zustände werden nicht toleriert. Das hört sich einfach an. Aber der Leitsatz „Wir können jeden Unfall vermeiden“ fordert von Mitarbeitern, Sicherheitsbeauftragten und Vorgesetzten ständige Umsicht im eigenen Bereich und viel Engagement. In diesem Jahr gab es zwei Hauptthemen in der Arbeitssicherheit: die Umsetzung der sechs „Life Saving Standards“, strenge Vorgaben für mobile Geräte & Krane, Höhenarbeit, Einund Aussichern von Energien, Arbeiten in engen Räumen, Bütten und Behältern sowie die wichtigen präventiven Bereiche Gefährdungsbeurteilung und Arbeitserlaubnisschein. Die D ie langjährige geschäftliche Beziehung zwischen der Praxair Deutschland GmbH und dem Chemiepark Knapsack erstreckt sich mittlerweile auf viele Bereiche. Versorgt Praxair den Chemiepark per Pipeline mit Industriegasen, nimmt das Unternehmen umgekehrt heute einige der Serviceleistungen in Anspruch, die durch weltweit größten begehbaren Darmmodell informierten Experten der Ärztlichen Abteilung darüber, wie wichtig rechtzeitige Darmkrebsvorsorge ist. Jeder Interessent erhielt ein Infoblatt mit Gutschein für einen kostenlosen Test. Bei „Ausstellungen zum Anfassen“ bestand Gelegenheit, sich über IT-Sicherheit, Wärmetauscher, Kompensatoren, Sicherheitsventile und sicheres Verschrauben von Flanschverbindungen mit Hytorc zu informieren. Die Feuerwehr war mit dem Einsatzcontainer vor Ort und zeigte den neuen Initiativfilm, der auf sehr emotionale Weise zum Nachdenken anregt. In dem Streifen wird ein Mitarbeiter mit dem Unfall eines Kollegen konfrontiert. Der Film macht klar: Rettungskräfte nicht behindern, sondern mit dem richtigen Verhalten ermöglichen, dass sie schnell helfen können. Jede Minute zählt. Und wenn‘s um die Kommunikation geht, erläuterte Dorothea Kenny von der Firma INSITE den gesunden Umgang mit Smartphone & Co. „Der diesjährige Safety Day ist mit über 400 Besuchern auf regen Zuspruch gestoßen. Er ist für uns ein wichtiger Baustein, um Sicherheit und Gesundheitsschutz weiter voranzubringen“, zog QHSE-Manager Dr. Hans-Joachim Danz ein positives Fazit. PRAXAIR BAUT NOTFALLMANAGEMENT NEU AUF Mit Unterstützung von InfraServ Knapsack gut gerüstet für den Ereignisfall die InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG angeboten werden. Das neueste gemeinsame Projekt umfasst das Thema Notfallmanagement. Eine von Praxair sowohl intern als auch branchenübergreifend durchgeführte Analyse hat dazu geführt, dass Praxair vor rund zwei Jahren beschloss, sich im Bereich Notfallmanagement neu zu organisieren. Der Industriegaseproduzent mit seiner dezentralen Struktur und zahlreichen Standorten suchte neue umsetzbare Ideen zu diesem Thema und holte sich dafür die Unterstützung aus der Abteilung Standortsicherheit des Chemieparks Knapsack. Mit Miriam Klapheck und Daniela Conradi vom Notfall- und Krisenmanagement der InfraServ Knapsack fand zweite große Herausforderung war die Umstellung der Schulungsorganisation: Anstelle von langen Präsentationen sollte die Praxis in den Vordergrund rücken. Während die jährlichen Pflichtschulungen jetzt in Form von Online-Seminaren bei freier Zeiteinteilung erledigt werden können, wird an den Schulungstagen die Anwendung in der Praxis geübt. Das motiviert und sorgt für die Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag. Arbeitssicherheit bei UPM Hürth … … Schulungen in der Praxis das Projektteam der Praxair zwei Expertinnen auf ihrem Gebiet. In enger Zusammenarbeit wurde ein Konzept erarbeitet, das der Organisations- und Standortstruktur der Praxair optimal entspricht. Dabei orientierte man sich an bewährten Abläufen des Chemieparks und profitierte vom Wissen der Experten von Infra- Serv Knapsack. Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Mitarbeitende der Praxair in ihre neuen Rollen innerhalb des entwickelten Notfallmanagements eingeführt. Regelmäßige Schulungen und Übungen halten das Wissen lebendig, um es zeitgleich zu vertiefen. Auch dabei bindet der Industriegase-Spezialist die technischen Möglichkeiten des Chemieparks ein. So ist es Praxair gelungen, sich für den Ereignisfall gut zu rüsten.

Besuchen Sie uns jetzt auch auf Facebook unter www.facebook.com/DeinChemieparkKnapsack 03 VERÖFFENTLICHUNGSPFLICHTEN gemäß § 23 der 17. BImSchV für die Emissionen des Ersatzbrennstoff-Kraftwerk der EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH im Chemiepark Knapsack D as Ersatzbrennstoff-Kraftwerk ist seit 2010 an das Emissionsfernüberwachungssystem (EFÜ) in Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Die Abgaskamine der beiden Verbrennungslinien des Ersatzbrennstoff-Kraftwerks gehören zu den besonders überwachten Emissionsquellen im Chemiepark Knapsack. Rund um die Uhr überwachen kontinuierliche Messeinrichtungen die festgelegten Emissionsbegrenzungen gemäß den Anforderungen der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen – 17. BImSchV). Beide Verbrennungslinien wurden nach dem Probebetrieb am 1. Januar 2009 offiziell in Betrieb genommen. Nach vorgegeben Verfahren werden die ermittelten Messwerte automatisch ausgewertet und dokumentiert. Damit können eventuelle Abweichungen vom vorgesehenen Betriebszustand lückenlos erfasst werden. Die Emissionsdaten werden täglich automatisch der Bezirksregierung Köln als zuständiger Überwachungsbehörde per Datenfernüberwachung (EFÜ-System) übermittelt. Zusätzlich werden die Emissionsdaten jährlich gemäß § 23 der 17. BImSchV veröffentlicht. Die Emissionsmessungen werden unterteilt in kontinuierliche und diskontinuierliche Messungen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem Langzeitwert (Tagesmittelwert) und dem Kurzzeitwert (Halbstundenmittelwert). Alle Emissionsbegrenzungen sind gleichzeitig einzuhalten. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die genehmigten Emissionswerte eingehalten. Die vereinzelt kurzzeitig aufgetretenen Überschreitungen stellten zu Kontinuierliche Messungen Grenzwerte keiner Zeit eine Gefahr oder Beeinträchtigung für Mensch und Umwelt dar. Infolge von Anfahrvorgängen sowie Störungen beziehungsweise Optimierungsarbeiten an den Anlagen kam es in 2016 bei den beiden Verbrennungslinien vereinzelt zu Grenzwert-Überschreitungen. Betriebliche Korrekturmaßnahmen wurden unverzüglich eingeleitet und die Behörde darüber informiert. Die hier dargestellte Emissionsstatistik zeigt, dass die genehmigten Emissionsbegrenzungen im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 eingehalten beziehungsweise deutlich unterschritten wurden. www.eew-energyfromwaste.com Linie 1 Messwerte 2016 Linie 2 Messwerte 2016 Komponenten Halbstundenmittelwert Tagesmittelwert Jahresmittelwerte Jahresmittelwerte Gesamtstaub 20 mg / m 3 10 mg / m 3 0,08 mg / m 3 0,05 mg / m 3 Org. Kohlenstoff 20 mg / m 3 10 mg / m 3 0,35 mg / m 3 0,08 mg / m 3 Chlorwasserstoff 60 mg / m 3 10 mg / m 3 7,68 mg / m 3 8,53 mg / m 3 Stickstoffdioxid 400 mg / m 3 200 mg / m 3 186,00 mg / m 3 189,61 mg / m 3 Schwefeldioxid 200 mg / m 3 50 mg / m 3 2,66 mg / m 3 4,02 mg / m 3 Kohlenmonoxid 100 mg / m 3 50 mg / m 3 22,15 mg / m 3 22,49 mg / m 3 Quecksilber 50 μg / m 3 30 μg / m 3 2,46 μg / m 3 5,21 μg / m 3 Ammoniak 15 mg / m 3 10 mg / m 3 0,87 mg / m 3 1,04 mg / m 3 Diskontinuierliche Messungen Komponenten Grenzwerte Linie 1 Messwerte 2016* Linie 2 Messwerte 2016* Fluorwasserstoff 4 mg / m 3

KnapsackSPIEGEL

Copyright 2016 Chemiepark Knapsack – Impressum