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KnapsackSPIEGEL Spezial 3/2025

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KnapsackSPIEGEL Spezial

KNAPSACK SPIEGELSPEZIAL03 2025 Informationen für Nachbarn und Besucher des Chemieparks EDITORIAL 03 / 2025 (von links oben) Ralf Müller (YNCORIS), Benjamin Rump (matterr), Melanie Hackler (matterr), Christoph Kappenhagen (YNCORIS), Jan Rückold (matterr), Pierre Kramer (YNCORIS) (links unten) Sebastian Trunk (YNCORIS), Clemens Müller (matterr) FOKUS KREISLAUFWIRTSCHAFT WIRD AUSGEBAUT Recyclingpionier matterr errichtet Anlage im Chemiepark Knapsack D as Recyclingunternehmen matterr siedelt sich im Chemiepark Knapsack an und wird im Werksteil Hürth eine kleinindustrielle Depolymerisationsanlage mit einer Jahreskapazität von rund 10.000 Tonnen bauen. Die Anlage markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer fossilfreien, kreislauforientierten PET-Industrie. Mit der Ansiedlung ist ein weiterer Meilenstein in der Transformation des Standorts in Richtung Kreislaufwirtschaft gesetzt. Der Spatenstich ist für 2026 geplant. In der neuen Anlage sollen rund 30 Menschen arbeiten. INNOVATIVE RECYCLING-TECHNOLOGIE Das patentgeschützte Depolymerisationsverfahren von matterr verarbeitet komplexe, gemischte PET-Abfälle - wie Mischgewebe und mehrschichtige Verpackungen - unter atmosphärischem Druck in seine ursprünglichen Primärstoffe. Nach einer Aufreinigung können diese in bestehenden Polyester-Produktionsanlagen zu neuwertigen Produkten verarbeitet werden und dabei fossile Rohstoffe aus petrochemischen Verfahren vollständig ersetzen. Für seine Produktion wird das Unternehmen in Knapsack die vorhandene Verbundstruktur nutzen und einzelne Stoffe von Anlagenbetreibern vor Ort beziehen. „Der Chemiepark Knapsack ist für uns der ideale Standort: Mit seinem klaren Fokus auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft passt er hervorragend zu unserem Ansatz“, sagt Melanie Hackler, CEO von matterr. „Gemeinsam mit YNCORIS schaffen wir hier die Basis für eine zukunftsorientierte, kreislaufbasierte PET-Industrie unabhängig von fossilen Rohstoffen. Gleichzeitig wollen wir beweisen, dass unser Ansatz ökonomisch tragfähig ist und neue Maßstäbe für nachhaltige Lieferketten in diversen Industrien setzen kann.“ TRANSFORMATION SCHREITET VORAN Der Chemiepark Knapsack entwickelt sich seit einigen Jahren in Richtung Kreislaufwirtschaft. matterr ist bereits das dritte Unternehmen am Standort, das sich dem Thema Recycling widmet. „Unser Plan war und ist es, im Chemiepark Knapsack Prozessanlagen anzusiedeln, die mit nachhaltigen Produktionen den Stoffverbund erhalten und die lokale Kreislaufwirtschaft stärken“, sagt Ralf Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung YNCORIS, die den Chemiepark betreibt. „matterr passt mit seiner großen Expertise und seiner fortschrittlichen Lösung ausgezeichnet zum Standort.“ STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG Im vergangenen Jahr sicherte sich bereits LyondellBasell eine große Fläche im neuen Werksteil Hürth-Süd, um dort ein integriertes Recycling- und Weiterverarbeitungszentrum für Kunststoffabfälle zu bauen. Schon seit April 2021 recycelt Palurec in einer Anlage im Chemiepark Knapsack erfolgreich Getränkekartons. Zudem kann im seit 2009 bestehenden Ersatzbrennstoffkraftwerk aus Abfällen, die sich nicht mehr recyceln lassen, Dampf gewonnen werden. Dieser Dampf ist wiederum wichtiger Teil der Produktion am Standort. ÜBER MATTERR GMBH Polyester zur unendlichen Ressource machen matterr ist ein Technologieunternehmen im Bereich des chemischen Polyester-Recyclings. Mithilfe eines innovativen Depolymerisationsverfahrens verarbeitet das Unternehmen gemischte PET-Abfälle - darunter Polyestertextilien und mehrschichtige Verpackungen - in seine Grundbausteine Terephthalsäure und Ethylenglykol. Diese werden gereinigt und in bestehenden Anlagen zu hochwertigem Polyester neu polymerisiert. Damit schafft matterr die Grundlage für eine echte Kreislaufwirtschaft, in der Abfälle als Ressource genutzt und fossile Rohstoffe dauerhaft ersetzt werden. Nach erfolgreicher industrieller Skalierung soll die Technologie auch anderen Märkten über Lizenzmodelle zugänglich gemacht werden, um eine schnelle und breite Anwendung zu ermöglichen. Ziel ist es, Polyester zur unendlichen Ressource zu machen - technologisch fundiert, ökologisch wirksam und industriell skalierbar. Weitere Informationen unter www.matterr.de Fortsetzung auf Seite 2 Liebe Nachbarn, die Sommerferien gingen im Flug vorüber und der Herbst hat Einzug gehalten. Der drohenden Tristesse begegnen wir in Ihrem Chemiepark Knapsack gerne wieder mit guten Nachrichten - und erneut steht dabei das Thema Recycling im Fokus: Auch das Technologieunternehmen matterr siedelt sich im CPK an und wird im Werksteil Hürth eine kleinindustrielle Depolymerisationsanlage mit einer Jahreskapazität von rund 10.000 Tonnen errichten - ein weiterer Meilenstein in der Transformation des Standorts in Richtung Kreislaufwirtschaft. Wer von Ihnen am 9. September unseren Nachbarschaftsdialog besucht hat, konnte sich schon aus erster Hand informieren. Mehr dazu lesen Sie aber natürlich auch in unserer KSS-Titelstory. Wichtige Erkenntnisse zu den beruflichen Chancen hier bei uns im Chemiepark und wie es sich anfühlt für einen Tag Chef zu sein, konnten Ende August auch wieder einige auserwählte Schüler*innen bei der ChemCologne-Aktion „Meine Posi tion ist spitze“ sammeln. Stimmen hierzu und zur Nacht der Technik, die einmal mehr ein großer Erfolg war, finden Sie ebenfalls in Ihrem KSS. Und analog dazu jetzt schon vormerken: Am 15. November öffnet die Rhein-Erft Akademie ihre Pforten wieder zum Tag der offenen Tür. Abschließend nehmen wir Sie, liebe Nachbarn, in dieser Ausgabe mit auf einen kurzweiligen Spaziergang in eine vergessene Welt. Seien Sie gespannt! Benjamin Jochum, Leonie Sengelmann und Thomas Kuhlow Kommunikation Chemiepark Knapsack Wir sehen uns! CHEMIE & TECHNIK ENTDECKEN am TAG DER OFFENEN TÜR, 15. November 2025, von 10 bis 14 Uhr in der Rhein-Erft Akademie, Chemiepark Knapsack Informiere dich zu Ausbildung, Weiterbildung und Studium Mitmachaktionen mit zertifizierter Berufsfelderkundung *Einlass ab 10 Jahren Rhein-Erft Akademie GmbH - Industriestraße 149 - Tor 2 - 50354 Hürth www.rhein-erft-akademie.de

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