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KnapsackSPIEGEL Spezial Ausgabe 01/2015

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Information für Nachbarn und Besucher des Chemieparks

02 Fortsetzung von Seite

02 Fortsetzung von Seite 1 AUSLASTUNG ERHÖHEN, WEITERE ARBEITSPLÄTZE SCHAFFEN INVESTITIONEN IN DEN STANDORT Die Bedeutung ihres Standortes im Chemiepark Knapsack haben auch im vergangenen Jahr zahlreiche hier angesiedelte Unternehmen durch weitere Investitionen unterstrichen. Bayer CropScience hat am Standort Hürth-Knapsack einen Pflanzenschutzmittelbetrieb erweitert. Im Rahmen eines Erweiterungsprojektes investierte ICL im Chemiepark-Teil Hürth und auch die Firmen CABB und Vinnolit haben sich erneut finanziell engagiert. Die Nexans SuperConductors (NSC) GmbH wird Ende Mai ihren Standort im Chemiepark Knapsack aufgeben. Grund ist die Konzernentscheidung, alle Aktivitäten im Bereich Kabel in der Deutschlandzentrale in Hannover zu bündeln. „Wir bedauern diese Entscheidung und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit“, unterstreicht Mittelviefhaus und betont gleichzeitig die sich dadurch ergebenden Chancen: „In den freiwerdenden Räumlichkeiten möchten wir Unternehmen ansiedeln, die unseren erfolgreichen Produktions- und Stoffverbund optimal ergänzen.“ „Unternehmen ansiedeln, die un seren erfolgreichen Produktionsund Stoffverbund optimal er gänzen. “ Die Pressemitteilungen der Standortunternehmen des Chemieparks Knapsack finden Sie unter www.chemiepark-knapsack.de/standort/presse VERANTWORTUNG FÜR DIE SICHERHEIT Statkraft will mit der Initiative „Optimum“ besser werden M it der Initiative „Optimum“ will das norwegische Energieunternehmen Statkraft gut gerüstet in die Zukunft gehen. In ihrem Rahmen soll Optimierungspotenzial aufgespürt und realisiert werden – das betrifft auch den Standort im Chemiepark Knapsack, wo Statkraft Strom aus Gas erzeugt. „Unser größter Fokus hier liegt auf dem Thema Arbeitssicherheit. Wir wollen unsere Kultur nachhaltig verändern“, erklärt Statkraft Projektleiter Roland Harting. „Wir haben erkannt, dass fast alle Unfälle des letzten Jahres verhaltensbasiert geschehen sind. Ziel ist daher, das Bewusstsein für gefährliche Situationen zu schärfen, denn man kann die persönliche Sicherheit oft schon durch minimale Verhaltensänderungen deutlich erhöhen. Zum Beispiel durch triviale Dinge wie die konsequente Nutzung des Handlaufs auf In den letzten 25 Jahren hat die chemische Industrie ihre Treibhausgasemissionen um knappe 50 Prozent verringert … der Treppe oder durch Stehenbleiben beim Telefonieren.“ Ein Bewusstseinstraining für jeden Mitarbeiter, das bereits im April mit der ersten Veranstaltung startet, soll bei der Umsetzung helfen. „In diesem Training wollen wir auch emotional berühren, so dass jedem bewusst wird, dass er an der Arbeitssicherheit mitwirkt und verantwortlich ist“, so Harting. Im Anschluss wird es für einen Großteil der Mitarbeiter noch ein Kommunikationstraining geben, denn es geht nicht nur darum, für die eigene Sicherheit zu sorgen, sondern auch Verantwortung für andere zu übernehmen. Beobachtet man jemanden in einer unsicheren Situation, soll man diese Person ansprechen. Harting: „In dem Kommunikationstraining wird vermittelt, den richtigen Ton zu treffen und Verständnis zu bekommen.“ Wichtig sei zudem, dass das Thema immer wieder angesprochen wird und somit im Gedächtnis bleibt. Deshalb hatte Statkraft schon im letzten Jahr einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem Mitarbeiter ein Symbol für das Thema Arbeitssicherheit entwerfen sollten. Der Gewinnerbeitrag ist jetzt das Logo der Optimum-Kampagne. STÄNDIGER VERBESSERUNGSPROZESS Die Unternehmen im Chemiepark Knapsack arbeiten ständig daran, sich weiter zu verbessern. Mehr Bewusstsein für Arbeitssicherheit, weniger Energieverbrauch, weniger Lärmemission, höhere Ausfallsicherheit – diese Themen beschäftigten die Mitarbeiter täglich. Wir stellen Ihnen in unserem Fokusthema „Wir investieren in den Schutz unserer Umwelt“ einige aktuelle Beispiele von Standortunternehmen vor. … und gleichzeitig ein Wachstum der Chemieproduktion von fast 60 Prozent erzielt „Wir investieren in den

03 ENERGIEVOLLER EINSTIEG IN KNAPSACK Thomas Krumm ist neuer Standortleiter der Statkraft Gas- und Dampfturbinenkraftwerke MAN HÖRT FAST NICHTS MEHR Neue Abgaswaschanlage von Clariant bringt drei positive Umweltfaktoren A uf die Frage, was ihm am Unternehmen besonders gefällt antwortet Thomas Krumm: „Am meisten schätze ich die Firmenphilosophie. Wir haben flache Hierarchien, kommunizieren offen und duzen einander.“ Seit 2008 arbeitet Krumm für das norwegische Energieunternehmen Statkraft, wo er zunächst als Bereichsleiter Technik für die Instandhaltung und Optimierung der Anlagen verantwortlich war. Seit Januar 2015 kümmert er sich um den kompletten Standort, das beinhaltet den betriebswirtschaftlichen Bereich des Unternehmens, Arbeitssicherheit, Einhaltung der Umweltbedingungen sowie nach wie vor Umbau und Verbesserung der Anlage. Statkraft ist Europas größter Anbieter erneuerbarer Energien und betreibt neben Wasserkraftwerken in Norwegen, Schweden und Deutschland auch Windparks in Großbritannien und weiten Teilen Skandinaviens. Deshalb legt das Unternehmen großen Wert darauf, auch den fossilen Energieverbrauch umweltfreundlich zu gestalten. „Die Norweger leben im Einklang mit der Natur, und ein respektvoller Umgang mit Ressourcen ist selbstverständlich“, so Krumm. Der zweifache Familienvater erholt sich am liebsten beim Tennis- und Golfspielen und lebt im beschaulichen Städtchen Zons direkt am Rhein. „Als Düsseldorfer, der mit vielen Kölnern zusammen arbeitet, ist Zons für mich ein fairer Kompromiss, das liegt genau in der Mitte“, erklärt er humorvoll. Auch was seine Reisevorlieben angeht ist Krumm Flexibilität gewohnt: „Wir fahren häufig spontan übers Wochenende weg und schauen, wo uns das Wohnmobil hinfährt.“ Thomas Krumm: „Ich schätze die flachen Hierarchien, und wir kommunizieren offen“ G leich drei (Umwelt-)wünsche wurden Clariant Betriebsleiter Wolfgang Becker mit dem Bau einer neuen Venturi-Anlage erfüllt: Noch sauberere Abluft, leiserer Betrieb und weniger Stromverbrauch. Über Jahrzehnte hinweg hat die Venturi-Anlage die kompletten Abgase, die im phosphorverarbeitenden Betrieb anfallen, ausgewaschen, so dass die gereinigte Luft über einen Kamin ausgestoßen werden konnte. „Beim Auswaschen nach dem Venturi-Prinzip werden Abgase durch Flüssigkeiten geführt und Stoffe werden dabei gebunden“, erklärt Wolfgang Becker. Nach einer Optimierung der Produktionsstraßen Anfang 2012 wurde jedoch klar, dass die Technologie der Anlage veraltet und gemessen an den Produktionsanlagen zu groß dimensioniert war. NEUE TECHNOLOGIE Deshalb hat Clariant im Frühjahr 2014 eine neue Venturi-Anlage gebaut, die auf die jetzige Betriebsstruktur ausgerichtet ist. Becker: „Mit einer neuen Technologie werden bessere Abscheidegrade erzielt, denn wir können jetzt noch besser auswaschen. Das war eine herausfordernde Vorgabe, und wir sind stolz, dass wir sie erreicht haben.“ Des Weiteren benötigt die neue Anlage nur knapp ein Drittel der elektrischen Energie. Auch der Volumenstrom der gereinigten Luft ist wesentlich geringer, so dass Clariant einen viel kleineren Kamin in stallieren konnte. Die komplette Altanlage inklusive Kamin wird jetzt demontiert. Und noch ein Vorteil: Durch den geringeren Volumenstrom ist die neue Waschanlage deutlich leiser. „Die Schallemissionen der Anlagen im Chemiepark werden ja regelmäßig von einem Messtrupp überprüft. Nach einer Woche haben diese Kollegen bei uns angefragt, ob unsere Anlagen einen Stillstand haben, weil es so viel leiser war“, freut sich Wolfgang Becker. Alles in allem: Strom gespart, weniger Emissionen, weniger Lärm. Eine gute Bilanz. ENERGIEVERTEILUNG FÜR DIE ZUKUNFT InfraServ Knapsack baut neue Schaltanlage im Chemiepark-Teil Hürth D ie Schaltanlage 25 (S25) im Chemiepark-Teil Hürth war schon eine alte Dame. Zwar war sie mit ihrem – für Schaltanlagen – stolzen Alter von 46 Jahren noch gut in Schuss, schließlich war sie regelmäßig modernisiert und an die steigenden Anforderungen angepasst worden. „Doch es wird immer schwieriger, Ersatz für defekte Betriebsmittel zu erhalten“, erklärt Ralf Schwefel aus dem Bereich Ver- und Entsorgung von InfraServ Knapsack. „Deshalb haben wir sie Stück für Stück über 18 Monate hinweg durch eine komplett neue Anlage ersetzt. Die Versorgung der angeschlossenen Unter­ Bei voller Fahrt: InfraServ Knapsack ersetzte die alte Schaltanlage S25 im laufenden Betrieb durch eine neue nehmen blieb da bei PRÄMIE FÜR GUTE IDEE Bayer CropScience: Energieverbrauch und Logistikaufwand gesenkt Clevere Ideen zahlen sich aus. Diese Erfahrung hat auch Hermann-Josef Gimborn, Schichtmeister bei Bayer CropScience, gemacht. Er hatte eine Idee, wie man den Prozess bei der Herstellung eines Getreide-Safeners verbessern kann. Das hat er seinem Vorgesetzten Betriebsleiter Dr. Christian Münnich vorgeschlagen, und die Idee konnte umgesetzt werden. Jetzt ist es nicht mehr nötig, den Safener nachträglich aufzuarbeiten. Dadurch spart Bayer CropScience Destillations- und Logistikkosten – und verbraucht letztlich damit weniger Energie. Es profitieren also das Unternehmen, die Umwelt – und auch Hermann-Josef Gimborn, denn sein Vorschlag wurde darüber hinaus mit einer Prämie gewürdigt. Übrigens sind bei Bayer CropScience alle Mitarbeiter aufgerufen, Verbesserungsvorschläge einzureichen. Davon wird auch rege Gebrauch gemacht. jederzeit gewährleistet.“ Die S25 ist eine von insgesamt fünf Hauptschaltanlagen und versorgt etwa die Hälfte der im Chemieparkteil Hürth ansässigen Standortfirmen mit Energie. Dazu zählen unter anderem LyondellBasell, Bayer CropScience und Vinnolit sowie ICL und Nexans. In der neuen Schaltanlage wurden die Standards in Bezug auf Sicherheit, Steuerung und Verfügbarkeit noch einmal erhöht. So ist sie beispielsweise zum Schutz des Bedienpersonals komplett gegen spannungsführende Teile geschottet und entsprechend geprüft. Dadurch können Fehler im Inneren, beispielsweise durch einen Kurzschluss, nicht nach außen dringen, das Personal bleibt jederzeit sicher geschützt. Auch Bedienfehler sind nun durch verschiedene Sicherheitseinrichtungen weitestgehend ausgeschlossen. Die S25 kann darüber hinaus direkt vor Ort, aber auch über ein Leitsystem bedient werden. Dadurch lassen sich Störungen schneller erkennen und beheben. Die Erneuerung der S25 ist Teil eines umfangreichen Sanierungskonzepts der Hauptschaltanlagen, weitere Investitionen sind geplant. Verbesserungsvorschlag: Hermann-Josef Gimborn (2. v. r.) erhält die Auszeichnung für seine gute Idee Schutz unserer Umwelt“

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