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KnapsackSPIEGEL Spezial - Ausgabe 4/2015

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Informationen für Nachbarn und Besucher des Chemieparks

02 VIELFALT WIRD

02 VIELFALT WIRD SELBSTVERSTÄNDLICH GELEBT Die Rhein-Erft Akademie bringt unterschiedlichste Menschen unter einen Hut – und berücksichtigt individuelle Bedürfnisse Ideensuche bei Clariant: Alle Mitarbeiter eingebunden KAPAZITÄT ERHÖHT DANK GUTER IDEEN Meinungsvielfalt der Clariant Mitarbeiter half bei einem Optimierungsprojekt D en Namen kennt kaum jemand, doch fast alle haben schon vom Sicherheitsnutzen profitiert: Exolit AP 422 wird hauptsächlich in der Bauindus trie als Flammschutzmittel verwendet, produziert wird es von Clariant im Chemiepark Knapsack. „Unsere Kunden stellen aus unserem Produkt einen Deckanstrich beispielsweise für Stahlträger her. In einem Brandfall bläht sich der Deckanstrich auf und schützt den Träger bis zu zwei Stunden davor, durch Hitzeeinwirkung instabil zu werden. Dieses Produkt aus Knapsack wird weltweit nachgefragt und unsere Kunden erwarten eine hohe Liefersicherheit“, erklärt Dr. Thomas Hüfken, Clariant Betriebsleiter. Um die gestiegene Nachfrage nach Exolit bedienen zu können, hat Clariant in den vergangenen zwei Jahren die Abläufe entlang der gesamten Produktionskette inklusive Auftragsbearbeitung und Transport optimiert. „In einem einwöchigen Workshop, an dem mindestens eine Person jeder Abteilung teilnahm, haben wir Verbesserungspotenzial aufgespürt. Bei der Realisierung waren alle Mitarbeiter eingebunden, das ganze Projekt lebte davon, dass wir eine Vielfalt von guten Ideen gewonnen haben“, erinnert sich Hüfken. VIELFALT VON GUTEN IDEEN Gefragt waren vor allem auch Optimierungen, mit denen man kurzfristig Effekte erzielen kann. Clariant produziert in ihren Anlagen nicht kontinuierlich ein Produkt, sondern unterschiedliche Produkte mit jeweils anderen „Rezepten“, die so genannte Batch-Produktion. Die Batch-Zeiten konnte das Team verkürzen und dadurch die Produktion pro Tag deutlich steigern. Hüfken: „Wir produzieren jetzt effizienter und verbrauchen pro produzierter Tonne weniger Strom sowie Kühlwasser. Dies war möglich, weil das Management hinter uns stand und durch schnelle Entscheidungen die Prozesse beschleunigte.“ Auch die Ideen, deren Umsetzung längerfristig erfolgen muss, sind mittlerweile realisiert. D en Qualitätsanspruch „die besten Fachkräfte für die Wirtschaft zu qualifizieren“ entwickelt die Rhein- Erft Akademie (REA) auch „nach innen“, nämlich durch die Vermittlung von Unternehmenskultur und Werten. Das Ergebnis: Vielfalt, also beispielsweise Unterschiede in Alter, Geschlecht, Herkunft, Ausbildungsstand und Religion, ist im Akademie-Alltag selbstverständlich. REA-Gründungsgeschäftsführer Michael Maier: „Das Miteinander funktioniert, weil wir eine Klammer über allem haben: Respekt und Akzeptanz.“ Um diese Grundwerte zu vermitteln, lebt Technik-Fachbereichsleiter Stephan Groß ganz bewusst seine Vorbildfunktion: „Ich bin mir zum Beispiel nicht zu fein, Papier aufzuheben, das auf dem Boden liegt.“ Maiers Nach- BESSER DURCH VIELFALT folgerin Dr. Kerstin Vorberg unterstreicht: „Vielfältig sind wir in alle Richtungen, und das heißt auch, dass wir sehr individuell auf Menschen eingehen. Uns also fragen: Was braucht dieser Kunde oder wie können wir speziell jenem Auszubildenden helfen. Denn jeder Mensch ist anders, und das ist gut so.“ Sigrid Bender vom Servicebereich „Übergang Schule-Beruf“ erinnert sich, dass die Akademie die Themen „Respekt und Toleranz“ vor einiger Zeit in Workshops ausgearbeitet hat. „Mittlerweile fahren wir diese Workshops nicht mehr so intensiv, weil die Inhalte unsere Kultur geworden sind“, so Bender. Als Beispiel dafür nennt Bender, die den Rhein-Erft Berufsstart e. V. als Jugendberufshilfe leitet, den „Fliegenden Start“. Bei dieser Initiative wird eine Gruppe ein „Jeder Jeck ist anders“ – so heißt es seit eh und je in der Region Köln. Und dem entsprechend ist hier die Philosophie, anderen Menschen mit Respekt und Akzeptanz zu begegnen, stark ausgeprägt. Praktische Beispiele für erfolgreiche Vielfalt im Chemiepark Knapsack präsentieren wir auf dieser Seite. Stehen für Respekt und Toleranz bei der REA: Stephan Groß, Sigrid Bender, Dr. Kerstin Vorberg und Michael Maier Jahr lang auf die Ausbildungsplatzsuche vorbereitet: „Sie setzt sich zusammen aus Jugendlichen mit einem Hauptschulabschluss oder Abitur. Es gibt Türken, Kurden, Kroaten, Italiener, Deutsche oder Polen. Es gibt jüngere und ältere Schüler, selbst ein 57-jähriger Grieche wurde mangels zustande gekommenem Kurs in einer Ausbildungsgruppe integriert.“ Optimierungspotenzial sieht die REA im Bereich Familie und Beruf. Während der Frauenanteil in der Belegschaft gewachsen ist, bleibt er unter den Auszubildenden auf niedrigem Niveau. Die neue Akademieleiterin Dr. Kerstin Vorberg muss das erst einmal zur Kenntnis nehmen: „Eine Grundproblematik unserer Gesellschaft ist, dass Mädchen in technischen Berufen keine Selbstverständlichkeit sind.“ Aber angesichts der dynamischen Entwicklung der REA gibt es Zuversicht: Was noch nicht ist, kann ja noch werden … DELEGATION AUS DEM REICH DER MITTE Vielfalt der Kulturen: CABB bildete im Chemiepark Knapsack chinesische Kollegen aus C ABB setzt auf Globalisierung und baut seine Kapazitäten im Bereich der Herstellung von Monochloressigsäure (MCA) aus. So hat das Unternehmen jüngst eine neue Anlage in der chinesischen Provinz Shandong in Betrieb genommen, dort sollen künftig jährlich rund 25.000 Tonnen MCA hergestellt werden. CABB leistet damit einen Beitrag zur Deckung des Bedarfs von MCA in China – denn dieser steigt kontinuierlich. Damit der Betrieb der Anlage von Beginn an möglichst reibungslos verläuft, hat CABB die chinesischen Betriebsmeister, Schichtmeister und First Operator unter anderem zwei Wochen lang intensiv in Deutschland geschult. Von der guten Zusammenarbeit waren alle Beteiligten mehr als begeistert. Dazu beigetragen hat das interkulturelle Training, das sowohl der für die chinesische Gruppe verantwortliche Betriebsmeister Jürgen Brück als auch die Teilnehmer der „Delegation“ aus dem Reich der Mitte im Vorfeld absolvierten. „Es ging beispielsweise darum, wie Dozenten und Lernende in einer Schulungssituation konstruktiv miteinander kommunizieren“, erläutert Trainerin Katarina Lerch von den Carl Duisberg Centren. Während es hierzulande vollkommen normal sei nachzuhaken, wenn man während des Unterrichts etwas nicht verstehe, ist dies in China alles andere als üblich. Bereits am ersten gemeinsamen Tag wurde deutlich, dass die Verständigung zwischen den deutschen und chinesischen Kollegen trotz der sprachlichen Unterschiede hervorragend funktionierte, wie Knapsack Standortleiter Dr. Wolfgang Schick betont: „Wir hatten eine Menge Spaß beim bunten Abend – das war der perfekte Auftakt für die Trainingswoche.“ Trotz des engen Trainingsplans CABB Kollegen aus China: Intensivschulung in Deutschland blieb den Chinesen zumindest ein wenig Zeit für Freizeitaktivitäten. Begeistert zeigten sie sich nicht nur vom Kölner Dom, sondern auch davon, wie sauber und gepflegt die Häuser und Straßen in Deutschland seien. Dieser positive Eindruck sollte sich im Chemiepark Knapsack fortsetzen. „Alles hier ist sehr weitläufig und sauber, die Flächen sind grün und die Luft ist rein“, stellte beispielsweise der Gruppenleiter Shumeng Miao fest. Apropos kulturelle Unterschiede: Wie schnell sich diese überwinden lassen zeigte sich auch beim Essen: „Unser Vorgesetzter in China hatte Sorgen, dass wir während unseres Aufenthalts hier verhungern oder zumindest vom Fleisch fallen“, schmunzelt Shumeng Miao und antwortet auf die Frage, welche der drei Mahlzeiten – Frühstück, Mittag- oder Abendessen ihm am besten geschmeckt habe lachend: „Alle drei!“

03 SIZE MATTERS! synlab jetzt größter Labordienstleister Europas A ls Teil der synlab-Gruppe gehörte das synlab Umweltinstitut auch bisher schon zu einem starken Verbund. Nun hat synlab seine Position auf dem Markt für Labordienstleistungen deutlich ausgebaut und ist seit Oktober die unangefochtene Nummer eins in Europa. Im Juni übernahm die europäische Beteiligungsgesellschaft Cinven die synlab-Gruppe und führte sie mit dem zuvor erworbenen französischen Labordienstleister Labco zusammen. Cinven verfügt über große Erfahrung im Gesundheitssektor. Anfang Oktober konnte die Verschmelzung von synlab und Labco abgeschlossen werden. Die laboranalytischen Services für Medizin, Pharmaforschung und Umwelt werden immer vielfältiger. Längst arbeiten Fachleute unterschiedlicher Teildisziplinen in Teams zusammen, um die komplexen Fragestellungen der Kunden zu bearbeiten und Befunde abzusichern. Manchmal kann es sogar erforderlich sein, dass verschiedene Speziallabore ihre Fähigkeiten bündeln. Bei synlab hat früh man erkannt, dass die organisatorischen Rahmenbedingungen mit der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung Schritt halten müssen. Die Wachstumsstrategie ist für synlab deshalb kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für dauerhaften Unternehmenserfolg. INNOVATIONEN SCHNELL UND UNKOMPLIZIERT synlab setzt deshalb auf ein leistungsfähiges, internationales Labor-Netzwerk, mit Basislaboren in der Nähe der Kunden und spezialdiagnostischen Kompetenzzentren, damit Innovationen schnell und unkompliziert beim Kunden ankommen. Die Allianz mit Labco setzt diese Strategie fort. BESTENS VERNETZT Der Chemiepark Knapsack verfügt über 40 km Straßennetz, 22 km Gleisnetz, 138 km Rohrleitungen auf Rohrbrücken, 153 km Fernrohrleitungsnetz und 41 km Kanalnetz. STABWECHSEL Dr. Kerstin Vorberg folgt auf Michael Maier Z um 1. November hat Michael Maier nach 40 Jahren Knapsack die Geschäftsfüh rung der Rhein-Erft Akademie (REA) an Dr. Kerstin Vorberg übergeben und ist aus dem Unternehmen ausgeschieden. Maiers Berufsstart im Chemiepark Knapsack erfolgte bei der Hoechst AG, und bereits bei InfraServ Knapsack war er in der Aus- und Weiterbildung tätig. Die Gründung der Rhein-Erft Akademie (REA) 2003 begleitete er als Geschäftsführer. „Zusammen mit der Mannschaft ist es mir seitdem gelungen, die komplette Wertschöpfungskette der beruflichen Bildung abzubilden. Vom reinen Ausbildungszentrum hat sich die REA auch in Richtung überbetrieblicher Ausbildung und Berufsvorbereitung entwickelt, mit eigenem Berufskolleg, um fangreichen berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahmen wie Seminaren und sechs verschiedenen Meisterschulen. Heute sind wir die größte Industriemeisterschule im Bundesgebiet, und wir haben es geschafft, Studienangebote auf dem Knapsacker Hügel zu entwickeln. In kurzer Zeit sind wir zu einer Qualitätsmarke geworden, wozu auch unser gesellschaftliches Engagement wie der REA- Cup beigetragen hat.“ QUALITÄTSMARKE Dr. Kerstin Vorberg Ähnlich wie Maier hat Dr. Kerstin Vorberg als neue REA-Geschäftsführerin einen eindrucksvollen Berufsweg vorzuweisen: Von der promovierten Chemikerin über die Produktmanagerin, Strategie- und Geschäftsentwicklerin, Marketing- und Vertriebsexpertin, Innovationsberaterin bis hin zur Gruppenleiterin im Technologiezentrum des Verbandes Deutscher Ingenieure. Vorberg will Maiers Linie ehrgeizig weiterverfolgen: „Immer noch einen oben drauf setzen“. HÖHERES PRODUKTIONSVOLUMEN Bayer CropScience schafft am Standort Knapsack 65 neue Arbeitsplätze W ährend eines Festakts mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft legte Dr. Udo Schneider, Standortleiter von Bayer CropScience in Knapsack, den Grundstein für den Bau einer neuen Produktionsanlage. Sie dient zur Herstellung des Vorproduktes Methanphosphonigsäureester (MPE). MPE ist ein Vorprodukt für die Herstellung von Unkrautbekämpfungsmitteln, die unter den Markennamen Liberty und Basta weltweit vertrieben werden. Mit ihnen lassen sich auch Unkrautresistenzen – ein großes Problem der modernen Landwirtschaft – besser bekämpfen. „Mit dieser Investition von mehr als 150 Millionen Euro legen wir die Basis für ein deutlich höheres Produktionsvolumen“, sagte Dr. Udo Schneider. „Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach unseren Produkten so stark zugenommen hat. Wir bauen unsere Kapazitäten aus, um Landwirte in aller Welt mit dringend benötigten landwirtschaftlichen Lösungen zu unterstützen.“ Dazu müssen nun mehr als 3.000 Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 48 Kilometern verlegt sowie mehr als WASSERSTOFF REIN, WASSERDAMPF RAUS Wie funktioniert eigentlich ein Wasserstoffbus? Das konnten Kinder ab 6 Jahre an der Wasserstofftankstelle am Chemiepark Knapsack erfahren. Hier gab es nämlich Sachgeschichten live im Rahmen der Aktion „Türen auf für die Maus“. Die begeisterten Kinder machten sich am 3. Oktober 2015 ein Bild vom Nahverkehr der Zukunft und überzeugten sich, dass aus dem Auspuff des Wasserstoffbusses wirklich reiner Wasserdampf kommt. Fertigstellung bis 2017: Neue Produktionsanlage von Bayer CropScience 4.300 elektronisch angesteuerte Bauelemente eingerichtet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des im Rahmen des behördlichen Genehmigungsprozesses zu durchlaufenden Öffentlichkeitsverfahrens hat die Bezirksregierung Köln die vorzeitige Baugenehmigung im Dezember 2014 erteilt. Der Baubeginn erfolgte im April dieses Jahres, voraussichtlich wird die Anlage Anfang 2017 betriebsbereit sein. Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages und Abgeordneter des Rhein-Erft-Kreises, betonte bei der Grundsteinlegung: „Diese Investition macht die Leistungsstärke des Bayer-Standorts Knapsack deutlich. Damit setzt Bayer auch ein Zeichen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens als attraktiver und bedeutendster Chemie-Standort in Deutschland.“ Im Rahmen des Investitionsprojektes werden 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Auch weitere Arbeitsplätze, die mit der Produktion des Pflanzenschutzmittels verbunden sind, werden durch das Projekt gesichert. „Beispielsweise beim Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack, bei Logistikdienstleistern und Vorproduktlieferanten, mit denen meist seit Jahren hervorragende Geschäftsbeziehungen bestehen“, hob Dr. Schneider hervor. Im neuen Betrieb werden Firmen aus Hürth-Knapsack und Umgebung für Wartung, Instandhaltung und technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage tätig sein. , die IMPRESSUM Herausgeber: InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, 50351 Hürth, www.chemiepark-knapsack.de, T +49 (0) 2233 48-6570, F +49 (0) 2233 48-946570 Ausgabe: 4/ 2015 vom 27. November 2015 Verantwortlich: Kommunikation, InfraServ Knapsack Redaktion und Gestaltung: benekom, Meerbusch (Benjamin Jochum, Sylvia Lettmann, Dirk Rehberg), Carolin Wanner (Gestaltung), Kommunikation, InfraServ Knapsack Bildnachweis: InfraServ Knapsack (3), RTL II/BRAINPOOL/Guido Engels (1), REA (2), Sonstige (6) Druck: Kesseler · Becker · Palm GmbH, Hürth

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